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FAQ

Du hast noch Fragen oder suchst ganz bestimmte Informationen? Die nachfolgenden Antworten auf häufig gestellte Fragen geben dir Hilfestellung und eine erste Orientierung für alles Wissenswerte rund um zis und Deine Reise.

Über zis

  • Warum macht zis dieses Angebot?

    zis will es jungen Menschen ermöglichen, sich abseits schulischer Maßstäbe zu beweisen und eigenverantwortlich ein eigenes Projekt zu gestalten. zis ist also vor allem ein erlebnispädagogisches Konzept. Interkulturelle Erziehung spielt dabei ebenso eine Rolle wie der Wunsch, Jugendliche selbstständiger zu machen. Auf der anderen Seite haben zis-Stipendien schon vielen Jugendlichen eine Reise ermöglicht, die sie selbst nicht hätten finanzieren können.

  • Was hat zis davon, mich auf eine Reise zu schicken?

    zis hat davon keinen materiellen Gewinn. Jedoch gibt es wieder einen jungen Menschen mehr, der mit unserer Hilfe selbstständiger geworden ist und ein kleines Stück zur Völkerverständigung beigetragen hat.

  • Was bedeutet Chancengerechtigkeit?

    Nach wie vor sind in Deutschland Bildungshintergrund der Eltern und die eigene Migrationsgeschichte oder die der Eltern einflussreiche Faktoren für den Bildungsweg. Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, aus nicht-akademischen Elternhäusern, sowie Jugendliche mit Migrationsgeschichte werden im Bildungssystem oftmals mit strukturellen Hindernissen sowie Diskriminierungen konfrontiert. Dadurch bleibt ihnen der Zugang zu Bildungsangeboten oft verwehrt. zis möchte dem entgegenwirken.

  • Wie finanziert sich zis?

    zis finanziert sich zur Zeit ausschließlich durch Spenden. Neben Sponsoren wie die Schule Schloss Salem oder die Esther und Silvius Dornier-Stiftung wird ein großer Teil der Ausgaben von Mitgliedsbeiträge und Spenden des zis-Freundeskreises gedeckt.

  • Wie kann ich als ehemaliger Stipendiat oder interessierter Leser die Stiftung unterstützen?

    Die zis Stiftung für Studienreisen freut sich sowohl über finanzielle Zuwendungen als auch über Werbung für unsere Idee.

    Wenn Interesse besteht, zis finanziell zu unterstützen, kann dies durch eine einmalige Spende oder durch einen regelmäßigen Mitgliedsbeitrag für den zis-Freundeskreis geschehen. Als Förderer erhält man regelmäßig den Jahresbericht, Kurzberichte von den Reisen sowie weitere Informationen zum zis-Leben. 

    Wer zis weiter bekannt machen möchte, kann über uns erzählen. Zu diesem Zweck hält auch die Geschäftsstelle Broschüren und Poster bereit, die gerne angefordert werden werden. Die auf der Homepage erhältlichen Pressemitteilungen können darüber hinaus als Ansporn dienen, einen Beitrag für eine Zeitung oder Zeitschrift zu schreiben.

  • Gibt es noch mehr Material über zis?

    Ja! Es gibt neben dem zis-Buch "Reiseziel Erfahrung" auch noch weitere Materialien, wie zum Beispiel unseren Jahresbericht.

Stipendien- und Reisebedingungen

  • Warum muss ich alleine reisen?

    Miteinander reisen mag unterhaltsamer sein. Wenn du aber allein reist, kannst du dich eher aus der gewohnten Umgebung herauslösen, bist offener für Kontakte, und kannst tiefer in Eigenart und Probleme des Gastlandes eintauchen. Und wie viele zis-Reisende berichten: ‘alleine reisen’ heißt nicht ‘einsam sein’.

  • Kann ich auch länger als vier Wochen reisen?

    Natürlich! Du kannst reisen, solange es Zeit und Geld erlauben. Und solange dein Thema etwas hergibt!

  • Warum darf ich nicht zu meinem Ziel fliegen?

    Wer sich langsam seinem Ziel nähert, kann sich auf das vorbereiten, was ihn dort erwartet. Ein Flug ist dafür oft zu schnell. Zu einem zis-Projekt gehört auch, dass man sich der Distanzen bewusst wird, die zwischen Heimat und Gastland liegen. Der Land- oder Seeweg ist dafür besser geeignet.

  • Warum ist das Budget so knapp bemessen?

    Wer mit wenig Geld reist, kommt leichter in Kontakt mit der Bevölkerung, weil man auch mal um einen Gefallen bitten muss. Die Überheblichkeit vieler Touristen kann man sich mit wenig Geld kaum leisten. Und: ein knappes Budget sinnvoll zu verwalten, ist eine Fähigkeit, die man immer wieder gut gebrauchen kann.

  • Ist es nicht ungerecht, dass es für teure und billige Reiseländer gleichviel Geld gibt?

    zis will allen Stipendiaten die gleichen Chancen einräumen. Niemand ist gezwungen, ausgerechnet in das teure London zu fahren, wenn es auch anderswo spannende Themen zu recherchieren gibt. Abgesehen davon achtet die Jury durchaus darauf, wie unterwegs mit dem Geld umgegangen wurde. Wer in einem billigen Land sein Stipendium verprasst, muss mit Kritik rechnen.

  • Darf ich eigenes Geld mitnehmen?

    Die Reisekosten einschließlich Fahrt, Unterkunft und Verpflegung dürfen nur mit dem Stipendienbetrag bestritten werden. Auf der Reise kannst du dann je nach Bedarf Geld dazu verdienen oder z.B. gegen Unterkunft und Verpflegung jobben. Das Reisen mit wenig Geld verlangt sorgfältige Planung, aber auch Flexibilität und Phantasie.

    Natürlich werden wir keinem verbieten, einen "Notgroschen" dabei zu haben, für den Fall, dass etwas richtig schief geht. Gebraucht hat den aber in den letzten Jahren niemand.

  • Hat schon einmal jemand das Stipendium zurückzahlen müssen?

    Ja und nein. Wenn die Reisebedingungen nicht erfüllt wurden, muss ein Stipendium ganz oder teilweise zurückgezahlt werden. Es muss jedoch niemand zurückzahlen, der die formalen Bedingungen erfüllt hat, aber seinem Thema und der Reise im Nachhinein trotz erkennbar guten Willens nicht gewachsen war.

  • Kann ich von zis ein Stipendium für eine Reise zu meinem Studienthema erhalten?

    Leider nein. Da es viele alternative Programme gibt, die ganz gezielt Studienprojekte fördern, vergibt zis keine Stipendien an Reiseprojekte, die im Zusammenhang mit dem Studienfach oder einer Seminararbeit/ Bachelorarbeit/ Masterarbeit stehen. 

Themenwahl

  • Gibt es Themen, die grundsätzlich nicht angenommen werden?

    "zis-Reisen sollen zu Menschen führen und nicht zu Steinen oder Büchern.". Wenn du das bei der Tehmenwahl im Hinterkopf behälst, bist du auf einem vielversprechenden Weg.

    Schwierige Themen, deren Reisen häufig mißlingen, sind "auf den Spuren von...", sowie Reisen zu Orten, an denen grundsätzlich ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl der Anwesenden besteht (z.B. Taizé, Jakobs-Pilgerweg, etc.). Die Anziehungskraft ist dort üblicherweise so groß, dass die Stipendiaten nicht mehr in der Lage sind, die Position eines unabhängigen Beobachters einzunehmen.

  • Muss eine zis-Reise möglichst abenteuerlich sein?

    Absolut nicht! Eine erfolgreiche zis-Reise hat in erster Linie das Ziel, Stipendiaten neue Horizonte zu eröffnen. Ob sie dafür nach Südtirol oder Sibirien fahren, ob sie ihre Bahnfahrkarten schon zu Hause kaufen oder vor Ort nach Überlandbussen suchen, ob sie bei unbekannten Menschen unterkommen oder auf einem offiziellen Campingplatz zelten, spielt bei der Bewertung keine Rolle. Die erfahrenen Betreuer können in der Vorbereitungsphase durchaus abschätzen, wem wie viel Ungewissheit zugemutet werden kann.

  • Wie anspruchsvoll muss mein Thema sein?

    Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem scheinbaren Anspruch des Themas und der Qualität des Projekts. Auch aus ganz einfachen Themen können tolle Reisen werden. Es kommt nicht darauf an, etwas möglichst exotisches zu machen. Du solltest ein Thema wählen, das dich wirklich interessiert.

  • Wie finde ich Ideen für mein Thema?

    Wenn dir nicht spontan etwas einfällt, frag Freunde, Eltern, Verwandte, Lehrer. Geh in die Bücherei und durchblättere Zeitschriften wie "GEO". Schau aufmerksam die Fernsehnachrichten, durchforste euren Bücherschrank. Geh alle deine Hobbies und Interessen durch und suche Anknüpfungspunkte im Zielland. Lass dich im Jahresbericht und bei den Themenbeispielen von ehemaligen zis-Reisenden inspirieren – aber nicht abschrecken, denn natürlich kann es sein, dass es zu deinem Thema schon einmal eine zis-Reise gegeben hat!

  • Was ist, wenn es zu meinem Thema schon einmal eine zis-Reise gab?

    Es kommt vor, dass du dich für ein Thema entscheidest und dann feststellst, dass es zu demselben Thema schon einmal eine zis-Reise gegeben hat. Das macht gar nichts! zis-Reisen sind individuell: sie hängen von der jeweiligen Herangehensweise, von den Gegebenheiten vor Ort und besonders von der Persönlichkeit der Reisenden ab, so dass sie im Ergebnis immer einzigartig sind. Du kannst dich also ohne Bedenken auch mit einem Thema bewerben, zu dem schon einmal eine zis-Reise unternommen worden ist.

Bewerbungsphase

  • Wie detailliert muss meine Bewerbung sein?

    Es müssen zu allen unter "Bewerbung" aufgeführten Punkten Ideen vorhanden sein, je konkreter desto besser. Wenn du vor dem Abgabetermin jedoch in Zeitnot bist und deshalb viele Punkte deiner Bewerbung nicht vollständig ausführen kannst, solltest du deswegen nicht auf eine Bewerbung verzichten.

  • Was muss ich für die Bewerbung abgeben?

    Die genaue Aufstellung findest du in der Bewerbungs-Checkliste.

  • Wann muss meine Bewerbung da sein?

    Bewerbungen für das jeweilige Jahr müssen bis zum 15. Februar über das Online-Formular angekommen sein. Die Jury entscheidet dann bis Mitte März, wer in die engere Wahl kommt und in Betreuung genommen wird.

  • Wann bekomme ich Rückmeldung von zis, ob ich angenommen wurde?

    Die Jury tagt üblicherweise in der ersten Märzhälfte, dabei werden die Bewerber auf die entsprechenden Betreuer verteilt. Wir bemühen uns einerseits Euch möglichst zügig zu informieren, andererseits bekommt ihr mit dem ersten Schreiben schon eine detaillierte Rückmeldung von uns. Und da jeder Betreuer nicht nur einen Stipendiaten betreut und dies auch nur in seiner Freizeit tun kann, ist es möglich, dass die Antwort ein wenig dauert.

    Wenn Ihr bis Anfang April nichts von zis gehört habt, könnt Ihr euch nochmal in der Geschäftsstelle erkundigen.

Stipendienzusage

  • Warum gibt es nicht sofort auf die Bewerbung hin eine Zusage?

    Die wenigsten Projekte sind bei der Bewerbung so weit fortgeschritten, dass daraus ein Erfolg versprechendes zis-Projekt werden kann. Weil wir den Bewerbern eine Chance geben wollen, die Zeit bis zur Abreise für weitere Vorbereitungen zu nutzen, sagen wir ihnen nicht sofort ab. Wenn dein Engagement stimmt und nichts Unvorhersehbares dazwischen kommt, kannst du die Reise in aller Regel auch antreten.

  • Bis wann müssen meine Vorbereitungen abgeschlossen sein?

    Die Vorbereitungen sollten in der Regel bis vier Wochen vor der geplanten Abreise soweit vorangeschritten sein, dass wir eine Zusage geben können (ggf. natürlich auch eine Absage, wenn bis dahin nichts da ist). Dann ist noch genug Zeit, alle Formalitäten zu erledigen. Außerdem wäre es auch den Bewerbern gegenüber unfair, wenn sie erst kurz vor der Abreise erfahren, ob sie wirklich reisen dürfen oder nicht. Natürlich kann danach noch Feinplanung erfolgen, aber das wesentliche Reisegerüst sollte stehen.

  • Wie sind die Beziehungen zwischen Stipendiat und zis geregelt?

    Wenn die Vorbereitung einer zis-Reise so weit fortgeschritten ist, dass dem Betreuer die Reise sinnvoll und sicher erscheint, gibt er die Zusage des Stipendiums. Dazu wird ein Vertrag zwischen zis - vertreten durch den Betreuer - und dem Stipendiaten geschlossen. Aus ihm geht klar hervor, was zis von seinen Stipendiaten erwartet. Zum Vertrag gehört das Merkblatt "Informationen zum zis-Stipendium", das die Vertragsbestimmungen erläutert und allen Stipendiaten eine Hilfe sein soll. Jeder Stipendiat erhält es mit dem Vertrag.

  • Warum kann zis den Stipendienvertag bis zur letzten Minute kündigen?

    Auch kurz vor der Abreise kann sich die Gefährdungslage im geplanten Reiseland dramatisch verändern. Wenn eine Reise nach der Zusage als zu gefährlich erscheinen sollte, muss zis die Möglichkeit haben, das Projekt absagen zu dürfen. Das selbe Recht hat natürlich auch der Stipendiat.

  • Wie ist das mit dem Kleingedruckten?

    Der Stipendienvertrag und das Merkblatt "Informationen zum zis-Stipendium" stecken den Rahmen recht eindeutig ab. In der Bewertung einer Arbeit wird zusätzlich herangezogen, wie ein Stipendiat auf die Vorschläge des Betreuers eingegangen ist. Wer sich ohne nachvollziehbaren Grund über eine klare Anweisung hinwegsetzt, verletzt die Regeln von zis.

Sicherheit

  • Wie gefährlich ist eine zis-Reise?

    Wer alleine reist, trägt eine besondere Verantwortung für sich selbst. Genau solche Menschen will zis fördern, indem es Jugendliche ohne Begleitung auf Reisen schickt. Bisher sind die Erfahrungen ermutigend – nach über 1500 Reisen haben wir nur von wenigen Fällen erfahren, in denen Stipendiaten etwas zugestoßen sind. Meist waren es Vorkommnisse, die jedem Reisenden zustoßen können, vor allem Diebstahl.

  • Was tut zis für meine Sicherheit?

    Wenn sich während der Bewerbungs- oder Vorbereitungsphase Hinweise darauf ergeben, dass Interessenten nicht die notwendige Zuverlässigkeit und Besonnenheit mitbringen, gibt zis schon aus eigenem Interesse keine Zusage für die Reise. Auch während der Reise ist jederzeit die Rückkopplung an die Zentrale oder an den Betreuer möglich – so ist auch ein schneller Ratschlag möglich. Zudem bekommen alle Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Empfehlungsschreiben von zis, die über Sinn und Zweck dieser Reise informieren.

  • Gibt es Länder / Themen, die bei zis verboten sind?

    zis fördert keine Reisen in Kriegs- und Krisengebiete. Im Zweifelsfall werden die Reisehinweise bzw. Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu Rate gezogen. Themen, die erwarten lassen, dass Stipendiaten in kriminelle Milieus (z.B. Drogen, Schleuserkriminalität, bewaffnete Widerstandsgruppen) geraten, werden ebenfalls nicht genehmigt. Die Entscheidung, eine Reise aus Sicherheitsgründen auch kurzfristig noch abzusagen, liegt beim Betreuer bzw. der Jury und ist endgültig und nicht anfechtbar.

  • Wie kann ich meine Eltern überzeugen, die einer zis-Reise skeptisch gegenüberstehen?

    Viele Eltern haben verständlicherweise Bedenken, wenn ihr Kind zum ersten Mal ganz alleine auf eine so lange Reise aufbricht. Ein Gespräch mit dem Betreuer oder mit der Geschäftsstelle kann viele Fragen vorab beantworten. Falls die Eltern einer Bewerbung aus Sorge nicht zustimmen, vermittelt zis auch Kontakt zu ehemaligen Stipendiaten, die von ihren in aller Regel positiven Erfahrungen berichten können.

  • Muss ich – nachdem zis so wenig Geld gibt – per Anhalter fahren?

    Nein. zis vergibt das Stipendium nur, wenn klar ist, dass das Projekt auch ohne Fahrten per Anhalter möglich ist. Dafür muss das Budget sorgfältig geplant sein, eventuelle Mitfahrgelegenheiten müssen schon von zu Hause aus – etwa über eine seriöse Mitfahrzentrale – geklärt werden. zis kann niemandem verbieten, auch per Autostopp zu reisen, kann aber sicherstellen, dass es für einen Erfolg der Reise nicht nötig ist.

  • Was ist, wenn ich unterwegs krank werde?

    zis fordert alle Stipendiaten nachdrücklich auf, eine private Auslandskrankenversicherung und Reiseunfallversicherung – für wenig Geld etwa bei Banken oder Sparkassen erhältlich – abzuschließen. Damit ist sichergestellt, dass eine Krankheit unterwegs nicht zum finanziellen Risiko wird. Wer ernsthaft krank wird, fährt selbstverständlich wieder nach Hause und muss dafür auch keine "Strafe" von zis erwarten.

  • Erfährt zis von schlechten Erfahrungen, die Stipendiaten unterwegs machen?

    Schwer zu sagen. Wir fordern alle unsere Reisenden auf, auch Schwierigkeiten zu thematisieren. Wenn sich dabei herausstellt, dass eine bestimmte Region oder eine bestimmte Art des Reisens zunehmend mit Problemen behaftet ist, wird dies bei der Vergabe von Stipendien beachtet. Wir raten beispielsweise Mädchen nicht mehr, bei einer Spedition um eine Mitfahrgelegenheit zu bitten, obwohl es auch hier fast nur gute Erfahrungen gab.

  • Haftet zis, falls unterwegs etwas passiert?

    Nein. Eine zis-Reise wird, wie übrigens jede andere Reise auch, auf eigenes Risiko unternommen. Dieses lässt sich durch gute Vorbereitung und vorab geknüpfte Kontakte deutlich verkleinern. Auch solltest du dir gut überlegen, ob du Gegenstände mit sehr hohem materiellen Wert wirklich mitnehmen willst.

Auf zis-Reise

  • Muss ich auch alle persönlichen Dinge ins Tagebuch schreiben?

    Niemand muss im zis-Tagebuch seine Seele offen legen. Aus dem Tagebuch muss allerdings ersichtlich sein, wie die Erlebnisse und Erfahrungen unterwegs auf die Stipendiaten gewirkt haben. Das schließt Gefühle mit ein. Wir akzeptieren aber vollauf, dass es emotionalere und rationalere Menschen gibt und machen dies nicht zur Grundlage unseres Urteils.

  • Kann ich mein Tagebuch als Internet-Blog schreiben?

    Nein. Das persönliche Reisetagebuch dient der inneren Auseinandersetzung mit dem Erlebten, der Internet-Blog ist eine Erlebnis-Darstellung an ein ständig präsentes Publikum. Wir raten auch davon ab, beides gleichzeitig zu schreiben. Nicht nur Schwerpunkte und Sprache sind typischerweise unterschiedlich, auch das gedankliche „Nicht-Loslassen“ der Freunde zu Hause behindert das „Sich-Einlassen“ auf die neue Umgebung. Und nicht zuletzt solltest du dich entscheiden, ob du deine kostbare Zeit nicht besser mit den Menschen vor Ort statt im Internetcafé verbringen möchtest.

  • Kann ich meinen Laptop mitnehmen, um unterwegs schon den Bericht und mein Tagebuch zu schreiben?

    Generell bedeutet ein Laptop immer zusätzliches Gepäck und birgt die Gefahr geklaut zu werden. Natürlich ist das direkte Eintippen des Tagebuchs eine Verlockung, jedoch ist eine Kladde viel schneller „gezückt“, um spontane Gedanken festzuhalten. Eine redaktionelle Überarbeitung des Tagebuchs nach der Reise ist zudem oft von Vorteil. Vom Schreiben und Ausformulieren des Berichts während der Reise können wir nur abraten. Das Reflektieren des Themas mit zeitlicher Distanz und einer Gesamtsicht auf das gesammelte Material birgt die Chance einer tiefen Auseinandersetzung mit dem Thema, die man sich nicht vergeben sollte.

  • Wie ist das mit Couchsurfing & Co.?

    zis sieht es kritisch, wenn Übernachtungskontakte auf Couchsurfing oder Hospitality Club basieren. Dies liegt nicht am Konzept dieser Foren, sondern daran, dass das Konzept nur bedingt mit einer zis-Reise vereinbar ist. In den letzten Jahren wurden zis-Reisende teils von ihren Couchsurfing-Gastgebern stark vereinnahmt, so dass es für sie dadurch schwieriger wurde in ihr Reisethema einzutauchen und sich selbstständig ein Netzwerk im Gastland aufzubauen. Dadurch hatten sie häufig nicht so viel Freude an der zis-Reise, wie Stipendiaten, die bei Menschen übernachten konnten, die direkt mit ihrem Thema involviert waren. Wenn Couchsurfing gezielt eingesetzt wird, um z.B. nach solchen Kontakten zu suchen, kann es hilfreich sein. Dies gilt es im Einzelfall in der Vorbereitungsphase mit dem Betreuer abzuklären. 

  • Bin ich unterwegs versichert?

    Nein. zis empfiehlt dringend den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung und Reiseunfallversicherung, wie sie für wenig Geld beispielsweise bei Banken erhältlich ist.

  • Kann ich gleich zu Beginn oder zum Abschluss eines Auslandsjahres dort ein zis-Projekt unternehmen?

    zis akzeptiert Reisen vom Wohnort im Ausland aus, wenn zum Zeitpunkt der Reise das Ausland den Lebensmittelpunkt des Stipendiaten darstellt. Denkbar sind z.B. Reisen nach Sibirien oder in autonome Republiken vom Friedensdienst in Moskau aus; Reisen innerhalb Südamerikas vom Austauschstandort aus; eine Reise nach Namibia vom Austauschstandort Südafrika aus.

    Die zis-Reise darf aber keine Zwischenstation sein. Sie muss auf jeden Fall am gleichen Ort beginnen und enden. (Also nicht: Abreise von der Gastfamilie in den USA, dann die zis-Reise in Guatemala, gleich anschließend ein Projekt in Costa Rica).

  • Können mich meine Eltern im Auto mitnehmen, die zur gleichen Zeit wie ich z.B. nach Skandinavien reisen?

    Nein. Auch hier gilt: Eine zis-Reise muss (auch finanziell) an der eigenen Haustür beginnen und dort enden. An- und Abreise kostengünstig selbst zu organisieren, ist eine der wesentlichen Herausforderungen bei zis. Wer sich darum nicht zu kümmern braucht, hat gegenüber allen anderen einen erheblichen Vorteil. Darum erwarten wir von allen Stipendiaten, dass sie auch diesen Punkt selbst organisieren.

  • Darf ich auf der Reise Freunde besuchen?

    Eine zis-Reise soll ein Aufbruch zu neuen Ufern sein – darum muss sie ja auch allein unternommen werden. Wenn du unterwegs Freunde oder Bekannte triffst, kann dich das unter Umständen von deinem selbstständigen Reiseprojekt ablenken. Deshalb empfehlen wir, solche Treffen zu vermeiden.

  • Kann ich nach Abschluss meiner zis-Recherchen im Reiseland noch Urlaub mit Freunden machen?

    Nein, das sehen unsere Regeln nicht vor. Eine zis-Reise führt von Haustür zu Haustür, zwischen Abreise und Rückkehr darf nur das zis-Projekt liegen. Die Reise mit unserem Stipendium soll eine in sich geschlossene Aktivität sein, die von der ersten bis zur letzten Minute den zis-Bedingungen folgt. Dazu gehören auch das Alleinreisen und das Auskommen mit der Stipendiensumme. Während einer zis-Reise ist es aber selbstverständlich möglich (und oft auch nötig), zwischendurch mal für sich einen Ruhetag einzulegen.

Nach der Reise

  • Was muss ich nach der Reise bei zis abgeben?

    Nach der Reise müssen Tagebuch, Projektbericht und Abrechnung abgegeben werden. Der Bericht muss einen Umfang von mindestens 8000 Wörtern haben (das entspricht ca. 20 gedruckten Seiten), zusätzliche eigene Fotos oder Zeichnungen sind natürlich sehr willkommen. Auch eine Karte, aus der die Reiseroute hervorgeht, ist eine schöne Ergänzung im Projektbericht oder Tagebuch.

  • Wie lange habe ich Zeit bis zur Abgabe?

    Tagebuch, Studienbericht und Abrechnung müssen drei Monate nach der Rückkehr an die Geschäftsstelle abgesandt werden (es gilt das Datum des Poststempels). zis ist in dieser Hinsicht ziemlich streng, damit Chancengleichheit herrscht.

  • Mein Computer ist abgestürzt! Kann ich deshalb eine Fristverlängerung für die Abgabe bekommen?

    Computerprobleme oder Datenverlust lassen wir nicht als Entschuldigung für verspätete Abgabe gelten. In heutigen Zeiten ist eine ausreichende Datensicherung selbstverständlich. Für die, die es immer noch nicht können, hier die wichtigsten Tipps:

    Die Datensicherung sollte immer auf mindestens zwei physikalisch und räumlich getrennten Medien erfolgen. Eine Speicherung nur auf der Festplatte würde nicht gegen Computerabsturz helfen. Und wenn der USB-Stick oder die CD in der Laptoptasche liegt, wenn diese geklaut wird, hilft das auch nichts. Dabei sollten immer mindestens zwei, besser drei Arbeitsstände als Sicherung vorhanden sein. Die älteste Version wird dann jeweils überschrieben. Nach jeder Sicherung sollte überprüft werden, ob die gesicherte Datei auch wieder zu öffnen und in Ordnung ist.

  • Wie ausführlich muss die Abrechnung sein?

    Die Abrechnung muss die Reise auch finanziell nachvollziehbar machen. Dazu reichen Pauschalangaben nicht aus. Wenn aber für jeden Tag nach Unterkunft, Lebensmitteln, Transport usw. unterschieden wird, ist das in Ordnung. Viele Stipendiaten kleben die Kassenzettel mit ein. Umrechnungskurse und Berechnung der Gesamtsumme nicht vergessen!

  • Kann ich auch Digitalfotos abdrucken?

    Ob mit Digitalkamera oder konvetioneller Kleinbildkamera: illustrierende Fotos sind immer willkommen. Vielfach ist man bei Digitalfotos aber versucht, sie relativ klein im Text mit abzudrucken. Weder die Größe noch der oftmals blasse oder farbverfälschte Druck sind dabei für den Betrachter hilfreich. Am schönsten (und haltbarsten) sind immer noch Abzüge, die in einem Labor auf echtes Fotopapier gedruckt und dann fest (!) eingeklebt werden. (Vorsicht: Kleber aus der Tube hält nicht lange.)

  • Muss die Arbeit aufwändig gebunden sein?

    Bei zis spielt der Inhalt eine größere Rolle als das Äußere. Die Ausarbeitung wird aber mehrmals mit der Post verschickt und muss das gut überstehen. Darum ist eine robuste Bindung erforderlich. Was Copy-Shops anbieten, reicht dazu völlig aus.

Bewertung

  • Wie wird meine Arbeit bewertet?

    Jede zis-Arbeit wird von mindestens drei Mitgliedern der Jury sorgfältig gelesen. Sie bilden sich unabhängig voneinander eine Meinung über dein Projekt und dem, was du daraus gemacht hast. Dein Betreuer, der die Arbeit auf alle Fälle auch liest, hat in der anschließenden Debatte ein gewichtiges Wort, weil er am besten weiß, was in der Vorbereitung gelaufen ist.

  • Wann bekomme ich das Ergebnis?

    Die zis-Jury tagt immer Anfang März. Anschließend wird dich dein Betreuer oder deine Betreuerin über das Ergebnis informieren. Wenn du die Bedingungen erfüllt hast, bekommst du ein offizielles Zertifikat darüber, dass du erfolgreich am anspruchsvollen zis-Programm teilgenommen hast. Darüber hinaus fasst dein Betreuer die wesentlichen Argumente aus der Jurysitzung noch in einer persönlichen Beurteilung für dich zusammen – so bekommst du eine fundierte und durchaus auch kritische Rückmeldung.

  • Welche Preise gibt es für die Reisen?

    Jede zis-Reise ist ein großer persönlicher Gewinn. Die Preise, die die Jury vergibt, sollten in ihrer Bedeutung nicht überschätzt werden. Verliehen werden bis zu vier Hauptpreise, die mit jeweils 250 Euro dotiert sind. Die Hauptpreise sind nach Persönlichkeiten benannt, die mit zis in Verbindung stehen. Die Summe ist für ein weiteres Bildungsprojekt eigener Wahl bestimmt. Darüber hinaus gibt es Buchpreise im Wert von jeweils 50 Euro.

  • Wie ist das mit der Studienstiftung des deutschen Volkes?

    Die Studienstiftung gehört zu den wichtigen Förderern von zis. So kann zis immer wieder Stipendiaten für die Studienstiftung vorschlagen. Über die Aufnahme entscheidet dann die Studienstiftung. Auch wenn das eine tolle Möglichkeit ist: Wer nur wegen der Studienstiftung eine zis-Reise unternimmt, hat damit so gut wie nie Erfolg - weder hier noch dort.

Hast du Fragen an uns?

Tel: 07553 / 919 332
Mo - Do 8.30 - 14.00 Uhr
oder
info@zis-reisen.de

Die zis-Bücher

Zum 50- und 60-jährigen Jubiläum ist jeweils ein Buch über zis erschienen. Die Bücher können über die Geschäftsstelle erworben werden.

> Zur Leseprobe "Reiseziel Erfahrung"
> Zur Leseprobe "Jugendliche entdecken fremde Kulturen"​​​​​​​