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Erdfresser vs. Polentafresser – der Nord-Süd-Konflikt Italiens

Johanna Seim - Italien2009


In den vier Wochen im Land der Sonne und der Lebensfreude habe ich essentielle Lebenserfahrungen gesammelt, von denen ich noch heute zehre und die mir mein Leben lang niemand mehr wird nehmen können. Ich hab gemerkt: Mit einer konkreten Fragestellung in und durch ein Land zu reisen ist eine Erfahrung, die sowohl kritisches und analytisches Denken schult, als auch Mut, Organisationskünste und Selbstständigkeit fordert.

Es gibt Menschen, die in unser Leben treten und es wieder verlassen. Es gibt aber auch Menschen, die eine Weile bleiben und eine Fußspur in unserem Herzen hinterlassen und wir sind nie wieder dieselben.

Es gibt Dinge in unserem Leben, die wir ansehen, betrachten, aber nicht wahrnehmen. Es gibt aber auch Bilder, die uns ein Leben lang nicht aus dem Kopf gehen.

Es gibt Stimmen in unserem Leben, die wir hören, ohne ihnen zuzuhören. Es gibt aber auch Worte, Sätze, Gespräche, die tief unter die Haut gehen und unser Denken und Handeln prägen.

Es gibt Erfahrungen, unzählige, die uns und unser Leben zu dem machen, was es ist, ganz nebenbei. Und dann gibt es Erfahrungen, die uns in ihrer Einzigartigkeit und ihrer Tiefe ganz bewusst spüren lassen, wofür wir leben.

Diese Zeilen habe ich verfasst, nachdem ich im Sommer 2009 dank zis auf den Spuren des Nord-Süd-Konflikts in Italien unterwegs gewesen war. Das Gedicht veranschaulicht damals wie heute die Essenz, die ich aus meiner zis-Reise gezogen habe. zis, das waren für mich eben diese Menschen, Bilder, Gespräche und Erfahrungen.

In den vier Wochen im Land der Sonne und der Lebensfreude habe ich essentielle Lebenserfahrungen gesammelt, von denen ich noch heute zehre und die mir mein Leben lang niemand mehr wird nehmen können. Ich hab gemerkt: Mit einer konkreten Fragestellung in und durch ein Land zu reisen ist eine Erfahrung, die sowohl kritisches und analytisches Denken schult, als auch Mut, Organisationskünste und Selbstständigkeit fordert.

Oft und gerne denke ich an die Zeit zurück. Dabei bestimmen vor allem die Bilder der Menschen, die mir auf meiner Reise begegnet sind, meine Erinnerungen; die vielen ach so unterschiedlichen Charaktere mit ihren kleinen liebenswerten italienischen Eigenschaften und Tücken. Die Art und Weise, wie sie sich mir mit Hingabe gewidmet haben um mir bei meiner Arbeit am Thema behilflich zu sein. Die grenzenlose Gastfreundlichkeit, die sie mir gegenüber aufgebracht haben. Die Vertrautheit, das Gefühl von zu Hause sein, das mir Italien vermittelt. Die Orte, an die ich mich zurückzog, um in mein Tagebuch zu schreiben. Die vielen glücklichen Zufälle, die mir unerwartete Türen öffneten. Das Gefühl von Freiheit. Das Gefühl, einen besonderen und außergewöhnlichen Auftrag zu erfüllen. Das Funkeln in den Augen der Menschen, ausgelöst durch ihre Freude darüber, dass da jemand ist, der sich wirklich für sie interessiert. Selbst die Tränen des Abschieds neu gewonnener Freunde erzeugen stets ein wohlig warmes Gefühl in meinem Herzen.

Italien war mir bereits sehr vertraut, da ich in der elften Klasse ein Jahr als Austauschschülerin in einer norditalienischen Gastfamilie gelebt hatte. Durch die zis-Reise jedoch, insbesondere auch auf Grund der Wahl meines Themas, das mich in andere Gebiete des Landes führte, durfte ich Italien noch einmal auf eine ganz neue Art und Weise entdecken. Diese Erfahrung war also auch in meiner eigenen Beziehung zu Italien ein ganz wichtiger Schritt. Als ich damals mit 16 Jahren dorthin kam, hatte ich noch viel damit zu kämpfen, in einer fremden Familie und Umgebung glücklich zu sein. Nun, mit 19 Jahren, war ich in meiner persönlichen Entwicklung bereits viel weiter und gefestigter, sodass ich all die Eindrücke und Erlebnisse besser aufnehmen und verarbeiten konnte. Sie auch noch in Worte und Sätze zu formulieren, war dabei eine große Unterstützung.

Abschließend möchte ich mich bis zis und seinen Förderern bedanken, dass sie mir dieses einmalige und unvergleichliche Erlebnis möglich gemacht haben.


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Gesellschaft Politik

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