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Ebru - der Tanz der Farben auf dem Wasser

Safiye Celik - Türkei2006


Safiye Celik taucht an der Kunstschule in Istanbul voller Leidenschaft und mit viel handwerklichem Geschick in die Kunst des Ebru ein. Sie unterhält sich mit berühmten Ebrukünstlern, recherchiert in Museen, Kunstschulen und befragt auch Leute auf der Straße. Safiye muss oft eigene Grenzen überschreiten und nimmt von ihrer zis-Reise viel Mut und Selbstbewusstsein mit.

Wenn ich mich an meine Reise erinnere und mich frage, was diese Reise mir gebracht hat, kann ich ohne großartig nachzudenken bestätigen, dass sie mir Vieles gebracht hat. Dann stelle ich die Zeit noch ein wenig zurück und begegne der Frage: Wie bin ich auf die Idee gekommen, diese Reise zu unternehmen?’

Eigentlich war diese Reise für mich ein Mittel zum Zweck, denn mein Thema ‚Ebru’ hatte mich schon immer fasziniert. Jedoch hatte ich in Deutschland keineswegs die Möglichkeit, mich mit dieser Kunstrichtung zu befassen und mir Einblicke zu verschaffen. Also dachte ich, als ich von zis hörte, dass dies die Möglichkeit sei, an Ebru zu gelangen. Die Vorbereitungszeit für die Reise brachte mir schon die ersten Pluspunkte dieser Organisation. Ich habe viel recherchiert und zum ersten Mal in meinem Leben Kontakte zu wichtigen Behörden und Personen aufgenommen.

In dieser Zeit konnte ich meine Aufregung nicht verbergen. Nachts habe ich mir meine Tage in Istanbul ausgemalt. Somit fand bei mir schon jede Nacht eine Reise nach Istanbul statt. Erwartungsgemäß traf die wirkliche Reise auf keine meiner Vorstellungen zu. Sicherlich hatten sie gewisse Ähnlichkeiten, jedoch war ich an den ersten Tagen wie ein Fisch, der ins kalte Wasser geworfen wurde.

Am ersten Tag traute ich mich nicht auf die Straße, am zweiten konnte ich keine Menschen ansprechen und fand auf dem Rückweg meine Unterkunft nicht wieder. Am nächsten Tag sehnte ich mich nach meiner Familie und meinen Freunden. So beschäftigte ich mich an den ersten Tagen nur mit mir selbst, anstatt mit meinem Thema. An diesen Tagen habe ich begriffen, aus welchem Grund man diese Reise als Herausforderung bezeichnen kann.

Aber ich hatte nicht vor aufzugeben und geriet nicht in Zweifel. Denn ich habe mich mit viel Mühe auf diese Reise vorbereitet. Diese Schwierigkeiten konnten mich nicht daran hindern meine Träume, mein Treffen mit Ebru zu verwirklichen. Ich hatte immer die Hoffnung, dass der nächste Tag viel versprechender sein wird und dass ich mich mehr an die Umgebung gewöhnen werde. Ich litt zwar sehr unter dem Fremdsein und dem Ungewohnten, gleichzeitig gelang es mir, mich immer wieder zu trösten. Ich war alleine. Dies bedrückte mich am meisten. Aber ich musste da durch. In solchen Zeiten waren meine engsten Freunde mein Stift, mein Notizblock und meine Tränen. Heute fühle ich mich stärker, denn die damaligen Schwierigkeiten haben mir Kraft verliehen.

InAllerdings vergaß ich meinen Kummer, wenn ich mich mit meinem faszinierenden Thema beschäftigte und wenn ich durch diese mysteriöse Stadt wanderte. Diese Studienreise ist nicht zu vergleichen mit einer touristischen Reise. Denn es wurden mir ganz andere Türen geöffnet, es stand mir viel mehr zur Verfügung, alles neue Erfahrungen, die ich bei einer touristischen Reise nie hätte machen können.

Einige Erinnerungen aus meiner Reise bestätigen diese Aussage. In der Vorbereitungszeit recherchierte ich ziellos im Internet nach Verknüpfungen mit Ebru. Dabei stieß ich auf eine Ebruschule, namens Ebristan. Viel versprechend fand ich dies nicht, aber ich wollte mein Glück versuchen. Somit rief ich dort an und erhielt eine unerwartete Antwort: „ Bitte schicken sie uns mehr Informationen über ihr Projekt. Wir würden ihnen gerne dabei behilflich sein.“ Schockiert legte ich den Hörer auf. Ich hatte schon einen festen Ort, wo mir Ebru umfangreich gelehrt werden sollte. Wie zu erwarten, hatte ich keine detaillierte Information über diese Schule. Während meiner Reise nannte ich den Namen[nbsp] meiner Schule anderen Personen und sie erwiderten mit voller Begeisterung, dass ich mir aber eine sehr gute Schule und einen sehr guten Meister ausgesucht hätte. Meine Schule und mein Meister gehören zu den hervorragendsten und erfolgreichsten Schulen in Istanbul.

Ein anderes erwähnenswertes Ereignis geschah in einer Jahrhunderte alten Bibliothek voller wertvoller Bücher. Ich habe erfahren, dass sich dort auch Sammlungen von alten Ebrus befinden - aber nicht jeder kann dort eintreten. Ich habe mein Glück versucht und mir wurde wie selbstverständlich der Eintritt ermöglicht. Diese Chance hätte ich als Tourist nie bekommen.

Diese Reise spielt für mich immer noch eine große Rolle. Die Erinnerungen und die vor, während und nach der Reise gesammelten Erfahrungen sind wie begrabene Schätze für mich. Sie sind sehr wertvoll. Immer wenn ich sie brauche, grabe ich sie aus und nutze sie für mich.

Ich bediene mich zurzeit an den Früchten dieser Reise, die als Selbstdisziplin, Selbstbewusstsein, Entschlossenheit und Weltoffenheit zusammengefasst werden können. Ich werde die Vorteile dieser Reise auch in meiner Zukunft zu meinem Nutzen machen können. 


Schlagworte

Künste

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