Persönlichkeiten

Jean Walter: Visionär und Unternehmer

Jean WalterAllein und mit wenig Geld unternahm Jean Walter (1883-1957) in der Schul- und Studienzeit mutige Expeditionen mit dem Fahrrad in viele Länder Europas. Unterwegs entdeckte er nicht nur die Welt, sondern vor allem sich selbst. In der Rückschau nahm er diese Reisen als äußerst prägend wahr. Als vermögender Unternehmer bot er 1939 auf privater Basis jungen Menschen erste Stipendien an, die ein vorübergehendes Ausbrechen aus der gewohnten Umgebung ermöglichten. Im Jahr 1956 überführte Jean Walter in Zusammenarbeit mit dem französischen Erziehungsministerium sein Angebot in eine Stiftung, die Fondation Nationale des Bourses Zellidja.

Marina Ewald: Gründerin von zis

Marina EwaldAls pädagogische Mitarbeiterin von Kurt Hahn begeisterte sich Marina Ewald (1887-1976) früh für die Ideen von Jean Walter. Bei einer persönlichen Begegnung mit Jean Walter im Jahr 1955, eröffnete sie ihm „Ich bin gekommen, um Ihre Idee zu stehlen“. Walter war schnell mit der Gründung einer deutschen Organisation einverstanden. In die „Conference of internationally minded Schools (CIS)“ entsandt, gewann Ewald mit Beharrlichkeit und Charme ideelle und finanzielle Unterstützer für die Reisestipendien. Insgesamt arbeitete Marina Ewald 20 Jahre lang für zis und prägte somit Leitlinien und Kriterien für die Bewerbung und Beurteilung der Reiseprojekte.

Hanne Bauer: Herzstück des zis-Vereins

Hanne BauerDass Hanne Bauer (1918-2000) zis weiterführen würde, hatte sich Marina Ewald vor ihrem Tod selbst gewünscht. So nahm Hanne Bauer mit 60 Jahren die neue Herausforderung an und leitete dutzende Stipendiaten mit Strenge und Herzlichkeit durch ihr zis-Projekt. Am 6. Dezember 2000 verstarb Hanne Bauer auf einer verspäteten zis-Reise, die ihr die ehrenamtlichen Mitarbeiter zum 80. Geburtstag geschenkt hatten. Kurz zuvor wurde Hanne Bauer für ihr Engagement bei zis mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.