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Auf Bestreben des damaligen Salemer Schulleiters Prinz Georg Wilhelm von Hannover wird das jungen Franzosen vorbehaltene Programm der „bemerkenswert gering bemessenen Stipendien“ der französischen Fondation Zellidja nach Deutschland übertragen. Als Vermittler wirkt der ehemalige Zellidja-Preisträger Jacques Doucet, die organisatorische Arbeit wird der Salemer Pädagogin Marina Ewald übertragen. Als ideeller Träger hatte sich bereits am 6. November 1955 die Conference of internationally minded Schools (CIS) zur Verfügung gestellt. Jungen aus deren Mitgliedsschulen können sich bewerben, wenn sie zuvor von ihren Klassenkameraden gewählt worden waren.
Der Vorstand der französischen Fondation Zellidja hält ihre erste Jahrestagung nach dem Tod Jean Walters ins Salem ab; es gibt ein Treffen mit mehreren deutschen Kultusministern, die zu dieser Zeit ebenfalls Salem besuchen.
Eine Wanderausstellung von Reiseberichten und Tagebüchern soll an den CIS-Mitgliedsschulen in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und der Schweiz für das Stipendienprogramm werben.
Die damalige „Deutsche Gesellschaft für Europäische Erziehung“ beginnt ihre Unterstützung für die CIS-Reisestipendien und leistet Unterstützung in der Organisationsarbeit.
Erstmals übersteigt die Zahl der Bewerber 100.
Zum zehnjährigen Bestehen des Stipendienprogramms erhält Marina Ewald vom französischen Bildungsministerium die Ernennung zum Chevalier dans L’Ordre des Palmes Académiques.
Die Deutsche Gesellschaft für Europäische Erziehung wird ideeller Träger des Stipendienprogramms und stellt die Empfehlungsschreiben aus (bis 1975).
Nach der Auflösung der Conference of internationally-minded Schools muss das Stipendienprogramm endgültig auf eigenen Beinen stehen. Die Schule Schloss Salem gibt die entscheidende Überlebenshilfe.
Marina Ewald befürwortet nachdrücklich die Gründung eines Trägervereins für das Stipendienprogramm. Erster Vorsitzender wird der Salemer Lehrer Dr. Daniel Miscoll, in dessen Wohnzimmer die erste Versammlung stattfindet. Der Verein heißt ZIS – Zusammenarbeit Internationale Studienreisenstipendien e.V..
Liane Wuttig übernimmt nach einem ursprünglich geplanten Rotationsverfahren den Vorsitz, Dr. Daniel Miscoll bleibt Stellvertreter (bis 1986). ZIS bekommt einen Telefonanschluss im Büro.
Die Deutsche UNESCO-Kommission übernimmt die Schirmherrschaft über das Stipendienprogramm. Die Zusammenarbeit vermittelt Dr. Hartmut Rahn, Generalsekretär der Studienstiftung des deutschen Volkes. Die beginnt ihre finanzielle Unterstützung.
Der Verein ändert den Namen und heißt in der Folge „Europäische Organisation für Reisestudienstipendien ZIS e. V.“
In Salem wird das 25-jährige Bestehen des Stipendienprogramms gefeiert. Die Vereinsvorsitzende Liane Wuttig betont in ihrer Ansprache, Hauptziel von ZIS sei es inzwischen, Jugendlichen einen Kontrast zur Konsumgesellschaft zu bieten.
Schatzmeister Dr. Helmuth Poensgen setzt einen Notruf ab: Schon im Mai ist das Geld alle! In einer Sonderaktion werden ehemalige Stipendiaten und die bisherigen Gönner um eine Sonderspende anlässlich des 65. Geburtstags von Hanne Bauer gebeten. Fast 5000 DM kommen zusammen.
Die finanzielle Krise verschärft sich. Nachdem ZIS aus Geldmangel die Öffentlichkeitsarbeit einschränken musste, geht die Zahl der Bewerbungen stark zurück.
Die Krise ist überwunden. Intensive Öffentlichkeitsarbeit führt zu 150 Bewerbungen, das ist bisheriger Rekord. ZIS-Mitarbeiter geben erstmals ein gedrucktes Heft „Stipendiaten berichten“ heraus, das Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrer vom Stipendienprogramm überzeugen soll.
Erstmals gibt ZIS einen Jahresbericht für die Freunde und Gönner heraus.
Aus der noch existierenden DDR gehen acht Bewerbungen ein, drei Jugendliche können reisen.
Erstmals verleiht ZIS Buchpreise für besondere Leistungen. Fünf zis’ler dürfen am Jugendempfang des Bundespräsidenten teilnehmen.
ZIS diskutiert eine Verlagerung der Aktivitäten in die Neuen Bundesländer, da dort dem ursprünglichen Ansatz besser Rechnung getragen werden könne.
Zum 75. Geburtstag von Hanne Bauer wird der zis-Freundeskreis ins Leben gerufen. Der Verein ändert seinen Namen in ZIS-Stiftung für Studienreisen e.V. Hanne Bauer gibt ihre Ämter ab und wird Ehrenmitglied im Verein; ihre Nachfolgerinnen sind Ursula Danneberg (Geschäftsstelle) und Jutta Fensch (Jury). Liane Wuttig gibt den Vereinsvorsitz ab und wird zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Ihr Nachfolger wird Klaus Pfaff.
ZIS geht über die Homepage der Schule Schloss Salem ins Internet.
Jutta Fensch, Leiterin der Jury, stirbt auf einer Reise im Himalaja; ihre Nachfolge tritt Angelika Reuter an.
In Berlin findet ein erstes Innovationstreffen zu Grundsatzfragen statt, das künftig jeden Herbst wiederholt wird.
Die heutige „zis Stiftung für Studienreisen“ wird gegründet, erster Vorsitzender des Vorstands wird Eberhard Leitz, dem Stiftungsrat steht der Salemer Schulleiter Dr. Bernhard Bueb vor. Der Grafiker Torge Stoffers entwirft das heutige zis-Logo.
Ursula Danneberg geht in den Ruhestand, neue Leiterin der Geschäftsstelle wird Dagmar Baltes.
Erstmals in der Geschichte des Programms werden 50 Stipendien in einem Jahr vergeben. Dr. Bernhard Bueb übernimmt den Vorstandsvorsitz.
Das 50-jährige zis-Jubiläum wird in Salem gefeiert. "Reiseziel Erfahrung" erscheint, das erste Buch über zis.
Die Geschäftsstelle und das zis-Archiv ziehen nach Schloss Spetzgart um.
Die neue zis-Website geht online.